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07. November 2018

Small goals kill us / Kleine Ziele bringen uns um

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ENGLISH

There are people who have a special gift of faith, as Paul writes in 1st Corinthians, 12,9. Such people can encourage us to invest faith in places where everything seems hopeless. If this gift of faith is exercised with love, an open heart, and without any claim of authority, it does not produce an unhealthy pressure to believe. A deep impression was made on both me and my wife by the gift of faith and the wise advice of a man who once wrote a remarkable article: “Small goals kill us”. The following, slightly redacted lines from the 1990s by Kalevi Lehtinen* encourage us to believe in a big God. And this precisely in a time characterised by the post-modern focus on individual, small goals.

“It will be done just as you believed it would,” said Jesus to the centurion in Matthew 8,13.  Some chapters later, Matthew writes this about the town of Nazareth: “And he did not do many miracles there because of their lack of faith.” (13, 58). How can we turn faith into deeds in our work and in all our lives? How can we set personal goals which bring honour to God and not to ourselves? Personal, we have to start by recognising that small goals kill us. They do that in the following way:

1. Small goals destroy our relationship with Christ
We can reach small goals by our own efforts. We do not need to trust God for them. Small goals draw our eyes away from God.

2. Small goals destroy our faith
We need no faith to work towards small goals. They only make us legalistic, and we no longer live from God’s grace.

3. Small goals destroy our vision in faith
As the result of small goals, our Christian life becomes sluggish, boring and flat. We place importance on the status quo. If we hold tightly onto the status quo, neither true life nor change can take place go to sleep.

4. Small goals destroy our spiritual life
It often happens that people who reduce their goals, or draw boundaries around them, begin to go backwards in their calling, lose their first love for Christ and fall into sin.

5. Small goals destroy the spirit of revival
Small goals do not break us. Our self-centredness can therefore grow unhindered. Large, impossible goals break our ego. As a result, we have to live entirely from grace and lay the unbearable load in God’s hands. Then we become tools for revival. And what is revival? It is releasing the power of the Holy Spirit, who moves people to faith and to renew their commitment to God. This is not a superhuman effort on our part, but God’s supernatural working.

Big goals bring God honour, fame and praise. Big goals keep our eyes fixed on Christ, strengthen our faith, broaden our vision, called us to grow spiritually, and lead to revival.  Let us dare to set big goals, we have a big God who rejoices in doing big miracles!

Questions:
Where can I set big goals in my life as an artist? And can I be courageous in setting spiritual goals – or goals of faith – as “a Christian in the world of culture”?  

* Kalevi Lehtinen (1936-2011) was a Finnish pastor and an outstanding speaker and evangelist. He was the leader of AGAPE EUROPE for 10 years. 

Text: Beat Rink/Kalevi Lehtinen
Translation: Bill Buchanan
Photo: Kalevi Lehtinen (1936-2011)

DEUTSCH

Es gibt Menschen, die  eine besondere Gabe des Glaubens haben, wie Paulus im 1.Korintherbrief 12,9 schreibt. Solche Menschen können uns ermutigen, dort Glauben zu investieren, wo  alles hoffnungslos  scheint.  Wenn diese Gabe des Glaubens mit Liebe, Offenherzigkeit und ohne jeglichen  Machtanspruch ausgeübt wird, erzeugt sie keinen ungesunden Glaubens-Druck. Für mich und meine Frau war die Glaubens-Gabe und der weise Rat eines Mannes prägend, der einmal einen bemerkenswerten Artikel geschrieben hat:  „Kleine Ziele bringen uns um“. Die folgenden, leicht redigierten Zeilen von Kalevi Lehtinen* aus den 1990-er Jahren ermutigen uns, an einen grossen Gott zu glauben. Dies gerade mitten in einer Zeit, die durch die postmoderne Fokussierung auf individuelle, kleine Ziele geprägt ist.

„Dir geschehe, wie du geglaubt hast“, sagte Jesus zum Hauptmann in Matthäus 8,13.  Einige Kapitel weiter schreibt Matthäus über die Stadt Nazareth: „Und er tat dort wenige Wunder um ihres Unglaubens willen“ (13,58). Wie können wir Glauben in Tat umsetzen, in unserer Arbeit und im ganzen Leben? Wie können wir uns Ziele setzen, durch die Gott die Ehre bekommt und nicht wir selbst? Zuerst einmal müssen wir erkennen, dass kleine Ziele uns umbringen. Sie töten uns in folgender Weise:

1. Kleine Ziele zerstören unsere Christus-Bezogenheit
Wir können kleine Ziele durch unsere eigene Anstrengung erreichen. Für Sie müssen wir nicht Gott vertrauen. Kleine Ziele lenken unseren Blick weg von Gott.

2. Kleine Ziele zerstören unseren Glauben
Wir brauchen keinen Glauben, um kleine Ziele anzustreben. Sie machen uns nur gesetzlich, und wir leben nicht mehr unter Gottes Gnade.

3. Kleine Ziele zerstören unsere Glaubenssicht
Als Ergebnis kleiner Ziele wird unser christliches Leben  träge, langweilig und spannungslos. Der Status quo erhält einen hohen Wert. Wenn wir uns an den Status quo klammern, kann weder wirkliches Leben noch Veränderung entstehen.

4. Kleine Ziele zerstören unser geistliches Leben
Oft geschieht es, dass Menschen, die ihre Ziele herabgesetzt oder begrenzt haben, Rückschritte in ihrer Berufung machen, dass sie ihre erste Liebe für Christus verlieren und in Sünde fallen.

5. Kleine Ziele  zerstören den Geist der Erweckung
Kleine Ziele zerbrechen uns nicht. Deshalb kann unsere Selbstbezogenheit ungehindert wachsen. Grosse, unmögliche Ziele zerbrechen das Ego. Als Folge davon müssen wir allein aus der Gnade leben und die untragbare Last in Gottes Hände legen. Dann werden wir Werkzeuge für die Erweckung. Und was ist Erweckung? Es ist die Freisetzung der Kraft des Heiligen Geistes, die Menschen im Glauben und in der Erneuerung ihrer Hingabe zu Gott zieht. Das ist keine übermenschliche Anstrengung  unsererseits, sondern ein übernatürliches Wirken Gottes.

Grosse Ziele bringen Gott Ehre, Ruhm und Preis. Grosse Ziele halten unsere Augen auf Christus gerichtet, stärken unseren Glauben, erweitern unsere Sicht, lassen unser geistliches Leben wachsen und führen zur Erweckung. Wagen wir es doch, grosse Ziele zu haben, denn wir haben einen grossen Gott, der Freude daran hat, grosse Wunder zu tun!

Fragen:
Wo in meinem Leben als Künstler darf ich mir grosse Ziele setzen?
Und wo darf ich mutig geistliche Ziele setzen – oder Glaubens-Ziele als „Christ in der Kulturwelt“?  

* Kalevi Lehtinen (1936-2011) war ein finnischer Pfarrer und ein hervorragender Redner und Evangelist. Er war zehn Jahre lang Leiter von AGAPE EUROPA / Campus für Christus Europa. 

Text: Beat Rink / Kalevi Lehtinen
Foto: Kalevi Lehtinen (1936-2011)

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