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17. Juni 2020

How beautiful are our churches? / Wie schön sind unsere Kirchen?

By | Tune In | No Comments

ENGLISH

A year ago, the Swiss branch of ARTS+ invited artists and theologians to a symposium. One of the topics was the relationship linking art, artists and church. They also discussed 20 theses on the subject of “art, artists and church”.
For this and the next editions of our TUNE INs we have reformulated these theses and added questions. They are therefore an invitation to join in the discussion. On Facebook (LINK) you can write your comments and talk to other contributors.

1. It is good for the church to develop an interest in art and aesthetics. Every church should promote the awareness that the miracles of creation, God’s saving acts, the church and God’s kingdom are “beautiful”. Theologians also rightly speak of ‘the beauty of God’.

2. The church should therefore create a “beautiful living space”. Not only by including good art, but also by encouraging loving relationships among members. The church invites people into this space. Expressions of “beauty” can be, for example, friendliness, joyfulness and hospitality.

3. The church looks after its own art-historical heritage. For a start, this includes the Bible – and then also its own art history with the testimony embedded in it.

Questions:

  • Do we in our churches still have an awareness of the profound value of “beauty”?
  • And of the fact that beauty ultimately speaks about God’s love?
  • Where do we pay attention to aesthetics in our churches and create “beautiful living spaces”?
  • What aesthetics (and what kind of relationships with each other) characterise the church that we attend?
  • Could it be that churches often cultivate very particular aesthetics and have their own “aesthetic house smell” – perhaps in order to avoid any similarities to other churches or to “the world”?
  • Could it be that churches are content with second-class aestheticsbecause they have no sense of the deep meaning of “beauty”?
  • How can we artists contribute to making our churches “more beautiful”?

Text: Beat Rink / translation: Bill Buchanan
Picture from Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche Berlin – performance of Ike Sturm’s Jazz Mass. Photo: Crescendo

 

DEUTSCH

Vor einem Jahr lud der Schweizer Zweig von ARTS+ Künstler und Theologen zu einem Symposium ein. Es ging dabei auch um das Verhältnis von Kunst, Künstlern und Kirche. Unter anderem wurden 20 Thesen zum Thema „Kunst, Künstler und Kirche“ diskutiert.
Für diese und die nächsten Ausgaben der TUNE INs haben wir diese Thesen neu formuliert und um Fragen erweitert. Wir laden damit zur Diskussion ein. Auf Facebook (LINK) kann man seine Kommentare schreiben und miteinander ins Gespräch kommen.

1. Es ist gut für die Kirche, wenn sie ein Interesse für Kunst und Ästhetik entwickelt. In jeder Kirche sollte das Bewusstsein gefördert werden, dass die Wunder der Schöpfung, Gottes Heilshandeln, die Gemeinde und das Reich Gottes „schön“ sind. Theologen sprechen richtigerweise auch von der ‘Schönheit Gottes’.

2. Kirche sollte deshalb einen „schönen Lebensraum“ schaffen. Dies nicht nur, indem sie gute Kunst einbezieht, sondern auch, indem sie den liebevollen Umgang miteinander fördert. Sie lädt Menschen in diesen Raum ein. Ein Ausdruck von „Schönheit“ sind etwa Freundlichkeit, Fröhlichkeit und Gastfreundschaft.

3. Die Kirche trägt Sorge zu ihrem eigenen kunstgeschichtlichen Erbe. Dazu gehört bereits die Bibel – und dann die eigene Kunstgeschichte mit dem in ihr eingelassenen Zeugnis.

Fragen:

  • Wissen wir in unseren Kirchen noch um den tiefen Wert von „Schönheit“?
  • Und davon, dass Schönheit letztlich von Gottes Liebe spricht?
  • Wo pflegen wir in unseren Kirchen Ästhetik und schaffen „schöne Lebensräume“?
  • Von welcher Ästhetik (und von welchem Umgang miteinander) ist die Kirche geprägt, in die wir gehen?
  • Könnte es sein, dass Kirchen oft eine ganz spezielle Ästhetik pflegen und einen eigenen „ästhetischen Stallgeruch“ haben – vielleicht, um sich von anderen Kirchen oder von der „Welt“ abzugrenzen?
  • Könnte es sein, dass Kirchen sich mit zweitklassiger Ästhetik zufrieden geben, weil die tiefe Bedeutung von „Schönheit“ nicht erkannt wird?
  • Wie können wir Künstler daran mitwirken, dass unsere Kirchen „schöner“ werden?

Text: Beat Rink
Bild:  Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche Berlin – Aufführung von Ike Sturm Jazz Mass. Foto: Crescendo

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