Tune In 229
28. August 2017

Einen Apfelbaum schütteln

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In der letzten KIRCHE KREATIV *, die vor ein paar Stunden in Basel stattfand, gab es keine Predigt. Dafür las der Schauspieler Adrian Furrer vom Theater Luzern den Philipperbrief. Dazwischen improvisierten fünf Musiker über den Text. Einen grösseren Bibeltext in einem Zug zu lesen oder eben: zu hören, hat etwas für sich. Man erfährt, was Martin Luther meinte, wenn er sagte: “Ich lese die Bibel, wie ich meinen Apfelbaum ernte: Ich schüttle ihn, und was runterkommt und reif ist, das nehme ich.“ Allerdings ist anzumerken, dass der Theologe und geniale Bibelübersetzer Luther auch die genaue Lektüre und das sorgfältige Wortstudien…
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Tune In 228
14. August 2017

WHY “CARMEN”? – WARUM “CARMEN”?

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Für manche Christen ist es eine offene Frage: Kann man eine charakterlose oder gar böse Person auf der Bühne darstellen? Und wenn ja: Wie realistisch soll man diese Person spielen? Ich erinnere mich sogar an eine Musikerin, die allen Ernstes beschlossen hat, nie mehr ein Stück des „zu wenig christlichen“ Mozart aufzuführen. Der Grund dafür sind völlig falsche theologische Weichenstellungen. Umso wichtiger sind sorgfältige Überlegungen und Erfahrungsberichte, die korrigierend wirken – wie zum Beispiel der folgende Bericht der Sängerin Constance Fee*: „In einer Lebenskrise fand ich zum Glauben, den ich über viele Jahre lang vehement abgelehnt hatte. Eine der ersten…
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Tune In 227
19. Juli 2017

VIOLINKIDS

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Die 7-jährige Olympia Lygoura hat ihre Lehrerin Marini Peikidou und sich selber in einer Geigenstunde porträtiert – mit lachenden Gesichtern und hellen Farben! Das Bild hat eine Goldmedaille am internationalen Kindermalwettbewerb in Tokio (mit 20.000 Einsendungen !) gewonnen. Es kommuniziert sehr schön, welch grossen Eindruck und Inspiration Musik einem Kind geben kann! LINK In den 1980 er Jahren begann die Geigenlehrerin Roberta Guaspari im New Yorker Stadtteil East-Harlem ein Projekt, dank dem Kinder aus minderbemittelten Familien kostenlos Violinstunden erhielten. In den nächsten Jahrzehnten profitierten mehrere tausend Kinder davon….
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Tune In 226
06. Juli 2017

Ein begehbares sakrales Kunstwerk

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Im ostfranzösischen Audincourt befindet sich eine bemerkenswerte Kirche, die in den Jahren 1950 und 1951 auf Initiative des Abbé Prenel in einem Arbeiterviertel errichtet wurde. Im Kirchenraum fällt der Blick zuerst auf die in Glasfenster gefasste Darstellung der Passion Christ. Fernand Léger (1881-1955) schuf – als Künstler, der den christlichen Glauben nicht teilte – damit grossartige sakrale Kunst. Auch andere Werke bedeutender französischer Künstler aus der Mitte des 20. Jahrhunderts finden sich in der Sacré Coeur, die damit der Einladung des Priesters und bedeutenden Vermittlers zwischen Kunst und Kirche, Marie-Alain Couturier (1897-1954) gefolgt…
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Tune In 225
29. Juni 2017

Das Heilige in der Kunst

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Gerard van der Leeuw (siehe TUNE IN 212) geht in seinem Werk „Vom Heiligen in der Kunst“ einen interessanten Weg. Das Zentrum seines Denkens ist Christus. Von ihm aus denkt eröffnet sich ein weiter Horizont, in dem Kunst als Teil des Schöpfungswerks Platz hat. Nicht nur „christliche“ Kunst oder Kunst von Christen ist Teil der kontinuierlichen Schöpfung Gottes, sondern auch „heidnische“ Kunst. Es lohnt sich, auf van der Leeuw zu hören und zu erkennen: Künstler sind von Gott begabt – und berufen. Sie haben einen wichtigen, sozusagen „heiligen“ Auftrag in der Welt. „Das Schaffen des Künstlers ist keineswegs…
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Tune In 224
23. Juni 2017

Was ist schön?

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Stephan Jon Tramèr: Landscape (Valley of Laufen) * Landschaft (Laufental) Vom 14.-17. Juni 2018 wird in Augsburg ein Kongress zum Thema „SCHÖN“ stattfinden, organisiert von Johannes Hartl und dem Gebetshaus Augsburg (LINK) – in Zusammenarbeit mit Crescendo und verschiedenen christlichen Kulturschaffenden. Weitere Informationen werden folgen. Als Einstimmung auf das Thema werden wir in den TUNE INs das Thema „Schönheit“ verschiedentlich aufgreifen. Für diese Ausgabe haben wir den bildenden Künstler Stephan Jon Tramèr (*1956) um seine Gedanken gebeten. “Was ist das Gegenteil von Schönheit? Die Hässlichkeit, wie es das Buch Umberto Ecos “Storia della Bruttezza“ (dt….
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Tune In 223
13. Juni 2017

Konkurrenz – muss das sein?

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Concurrere heisst „zusammen laufen“ und ist eigentlich etwas Positives, wenn man sich gegenseitig ansport und ermutigt. Die Realität sieht oft ganz anders aus: Man überholt den anderen lieber und möchte ihn weit hinter sich zurücklassen. Konkurrenzdenken kann in Feindschaft umschlagen. Und das ist Gift: Gift für die Beziehung zum Nächsten, Gift für das eigene Leben und Gift in der Beziehung zu Gott. Und für Künstler oft sogar auch Gift für die Kunst. Ein erster (und der oft schwierigste) Schritt ist das Eingeständnis: Ich neige zu dieser Art von Konkurrenz-denken und Konkurrenz-Verhalten. Bei einer der ersten Konferenzen unserer Musikerbewegung Crescendo …
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Tune In 222
12. Juni 2017

Festival für Kunst und Kirche

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Ein Wort von Chris Daza, Malawi, führt fort, was im letzten TUNE IN über ARTreach gesagt wurde. Dazu einige Bilder von der schönen “Nacht des Glaubens. Festival für Kunst und Kirche” vom 2.Juni in Basel „Kunst kann auf äusserst wirkungsmächtige Weise Gottes Wahrheit vermitteln – auch ohne das tragende Medium des Wortes. Aus unterschiedlichen Gründen können viele Menschen das unmittelbar verkündete Evangelium nicht mehr hören – oder noch nicht hören. Deshalb brauchen Millionen von Menschen aller Altersstufen einen Künstler. Nicht damit dieser sie mit Antworten anpredige, sondern damit er sie in ihren Fragen begleite und geleite – ein Maler,…
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Tune In 221
29. Mai 2017

Artreach: ein prophetisches Wort

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Es gibt heute noch wegweisende prophetische Worte. Sie verdienen besonders dann unsere erhöhte Aufmerksamkeit, wenn sie etwas Neues sagen. Vor Jahren hatte der Musiker Scott McLeod auf einer Reise durch die Schweiz eine Vision. Vor dem Löwendenkmal in Luzern bekam er ein prophetisches Wort. Dies schlug sich in einem dünnen Büchlein nieder. Nun müssen solche Worte natürlich sorgfältig geprüft werden. Die Schrift „Der Löwe des Lichts“ ist durch viele Hände gegangen und von zahlreichen Lesern „geprüft“ worden. Obwohl 2001 geschrieben und als „Wort an die Schweiz“ formuliert, in dem unter anderem die Abkehr vom Mammon angemahnt wurde, ist die…
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Tune In 220
24. Mai 2017

Kunst und Weisheit III

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Salomon / Amenemope Christen am Rand?! Ein Freund von mir, der viele christliche Bücher geschrieben hat, suchte bei einer der weltweit grössten Buchmessen die christlichen Verlage auf. In einer grossen Halle, die für „Religionen“ reserviert war, fand er supermoderne, beeindruckende Stände. Besonders attraktiv präsentierten sich die Esoteriker und die Okkultisten. Nach langer Zeit fand er die Christen. In einem Winkel gab es einen kleinen Sammelstand verschiedener Verlage, der sehr unbeholfen und eigentlich peinlich wirkte. Warum sind wir Christen oft so am Rand? Warum will die Welt unsere „Weisheit“ nicht? Weil die „Welt“ uns nicht mag? Weil da „geistlicher Kampf“ ist?…
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Tune In 219
15. Mai 2017

Kunst und Weisheit II

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Der Zorn des Elhu (1805) von William Blake Wenn wir „Kunst“ mit der biblischen „Weisheits-Lehre“ verknüpfen wollen (siehe TUNE IN 218), so lautet eine wichtige Frage: Wie und in welcher Form empfangen wir Weisheit? Oder eben: Wie und in welcher Form empfangen wir „Kunst“? Hauch, gärender Wein und Geistesgabe Eliphas, einer der Freunde Hiobs, berichtet in Kapitel 4, wie Gott ihm ein Wort der Weisheit schenkt. Es ist eine starke nächtliche Inspiration: „Ein Hauch ging über mein Gesicht; es standen mir die Haare zu Berge an meinem Leibe.“ (15) Hier ist Gottes Geist am Wirken. Elihu…
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Tune In 218
08. Mai 2017

Kunst und Weisheit

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Auf der Suche nach „Kunst in der Bibel“ müssen wir nicht lange suchen. Die Bibel selbst ist in weiten Teilen ein literarisches Kunstwerk, und sie berichtet immer wieder von Kunst. Gibt es eine biblische „Theologie der Kunst“? Finden wir in der Bibel aber auch eine „Theologie der Kunst“? Nein, nicht explizit. Wir finden jedoch Erzählungen über die Entstehung von Kunstwerken. Und dieser „narrativen Theologie“ lässt sich sehr viel abgewinnen, was zeitlose Geltung hat. Die Schöpfungsgeschichte berichtet von der Entstehung des grössten „Kunstwerks“. Gott tritt hier sozusagen als Künstler auf. Genesis 11 erzählt dann vom lächerlichsten und zugleich verheerendsten Kunstwerk: dem Turmbau…
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Tune In 217
03. Mai 2017

„Gott hat hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben“

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Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) als Gefangener – Statue von Fritz Fleer (1921-1997) bei der St.Petri-Kirche in Hamburg “Nun aber spiegelt sich in uns allen des HERRN Klarheit mit aufgedecktem Angesichte; und wir werden verkläret in dasselbige Bild von einer Klarheit zu der andern als vom Geist des HERRN.” (2.Korinther 3,18) “Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi.” (2.Korinther 4,6) Vor einigen Tagen kam meiner Frau Airi auf der…
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Tune In 216
26. April 2017

Ein Gotteslob für die Gabe der Musik – “I make Melody”

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“Crescendo Summer Institute” 2016: MARCEL ZWITSER I make Melody subtitled 1 Gegen Ende des “Crescendo Sommerinstituts” 2016 führte der Institut-Chor unter der Leitung von Matthew Lind zum ersten Mal eine Hymne auf, die Marcel S. Zwitser eigens für diese Gelegenheit geschrieben hatte. Dr. Marcel Zwitser ist Musikwissenschafter und hält seit 2010 Vorträge im Sommerinstitut. Da das 14. Institut vor der Tür steht (es findet vom 24. Juli bis zum 7. August 2017 statt), geben wir hier einige Kommentare des Komponisten weiter: “Im “Crescendo Sommerinstitut” 2015 – um es genauer zu sagen: während des ersten “Candle Lit…
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Tune In 215
16. April 2017

Ostergrüsse

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Haydn – The Seven Last Words – Hodie mecum – Piano version Zu Ostern wünschen wir unseren TUNE IN-Lesern von Herzen alles Gute und viel Segen – mit einer schönen musikalisch-visuellen Impression, den die junge italienische Musikologin und Pianistin Chiara Bertoglio* zusammengestellt hat. Sie schreibt dazu: Für alle, für jene, die glauben und andere, die nicht glauben, ist Ostern die Einladung, seinen Blick in die Höhe zu richten und einen Horizont ins Auge zu fassen, der Hoffnung gibt – Hoffnung, dass das Böse nie das letzte Wort haben wird. Deshalb möchte ich meine Grüsse mit einem Musikstück von…
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Tune In 214
11. April 2017

Was ist heute meine Motivation?

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Es bringt gewisse Vorteile mit sich, wenn die eigene Frau Theologie studiert. Zum Beispiel, dass man miteinander endlose theologische Diskussionen führen kann. Natürlich vorausgesetzt, man mag das. Letzte Woche war meine Frau mit der Studienlektüre etwas in Verzug. Da wir lange mit dem Auto unterwegs waren, schlug sie vor, die Texte laut vorzulesen. Eine wundervolle Idee! Vor allem weil das Thema Martin Luther King Jr. (1929-1968) lautete und ich so in den Genuss kam, vier seiner Reden zu hören. Bis dahin hatte ich nur einige Dinge über ihn gewusst: Dass er ein Held der „Civil Rights“-Bewegung gewesen war und…
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Tune In 213
05. April 2017

Sich als Christ „outen“?

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www.nachtdesglaubens.ch Ein Projekt, in dem Künstler den Glauben thematisieren: “Nacht des Glaubens. Festival für Kunst und Kirche” Willkommen! Vor einigen Tagen sagte mir ein Ökonomie-Professor: „Es ist gut, wenn ihr euch mit eurer christlichen Künstlerarbeit „sichtbar“ macht. Erst so können Menschen, die euch suchen, auf euch aufmerksam werden und sich mit euch in Verbindung setzen.“ Was völlig banal klingt und werbetechnisch eine Selbstverständlichkeit ist, ging mir nicht mehr so schnell aus dem Kopf. Ist es denn nicht ohnehin eine Selbstverständlichkeit – auch für Kirchen und sogar für jeden Christen -, dass wir uns „sichtbar“ machen? Und trotzdem:…
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Tune In 212
26. März 2017

Von Christen und Menschen der Kunst

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Es gibt Bücher, die mit einem langweiligen Vorwort beginnen, später aber dennoch eine gute Lektüre bieten. Und es gibt Bücher, die bereits von der ersten Zeile im Vorwort an faszinieren. „Vom Heiligen in der Kunst“ (Originaltitel: „Wegen en grenzen“) ist ein 350-Seiten starkes Buch des niederländischen Religionswissenschafters, Theologen, Ägyptologen und Politikers Gerardus van der Leeuw (1890-1950). Hören wir auf einige Sätze im Vorwort: “Wer über Religion und Kunst schreibt, kommt mit Menschen zweierlei Art in Berührung: In erster Linie mit Christen verschiedenster Prägung, in zweiter Linie mit Menschen der Kunst. Beide Kategorien sind ziemlich schwierig im Umgang. Es gibt Christen,…
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Tune In 211
20. März 2017

Der Mann im Turm

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Anlässlich der dOCUMENTA (13) 2012 in Kassel, dem Mekka der modernen Kunstszene, beauftragte die katholische Kirche den Künstler Stephan Balkenhol mit der künstlerischen Ausgestaltung von St.Elisabeth. Die Kirche befindet sich dem Ausstellungsgelände gegenüber. Balkenhol schuf grosse Skulpturen für den Kirchen-Innenraum: vor allem Menschen in Alltagskleidern. In den Turm stellte er eine goldene Kugel und darauf einen Mann mit ausgebreiteten Armen. Damit löste er ein riesiges Echo aus. Nicht nur dass Leute bei der Feuerwehr anriefen und meldeten, jemand wolle vom Kirchturm springen – worauf die Feuerwehr tatsächlich ausrückte. Viel schlimmer: Die Documenta-Leitung forderte die sofortige Entfernung der Figur….
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Tune In 210
12. März 2017

Improvisation und Heiliger Geist

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Eine Tagung, die letzte Woche auf Einladung des Jazzmusikers Uwe Steinmetz in der theologischen Fakultät Leipzig stattfand, galt dem Thema: „Jazz und Liturgie“. Prominente Jazzmusiker und Theologen aus verschiedenen Ländern traten in einen regen Dialog. Die Diskussion kreiste unter anderem um die Frage: „Was kann Theologie vom Jazz lernen?“ Diese Frage ist ungewöhnlich. Im Allgemeinen geht sie in die andere Richtung: „Was können Jazz (und überhaupt Musik und Kunst) von der Theologie lernen?“ Der Theologe Prof. Jeremy Begbie sprach über: „Der Heilige Geist als Improvisator“. Wie die meiste Musik (auch Klassik!) aus dem Wechselspiel zwischen vorgegebenen Regeln und…
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Tune In 209
02. März 2017

Haben wir noch Humor? (3)

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Lachen und Situationskomik in der Bibel? Es gibt in Lukas 8, 40-56 zumindest eine weitere Szene (über die in TUNE IN 208 behandelte hinaus), die dem Leser ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Es ist ein verhaltenes Lächeln, kein satirisches Lachen. Jesus merkt, wie eine Kraft von ihm ausgeht, weil ihn jemand auf besondere Weise angerührt hat. Der Leser weiss: Es ist die Frau mit Blutfluss. Nun verwundert sich sowohl der Evangelist als auch Petrus, dass Jesus fragt: „Wer hat mich angerührt?“ Denn es gibt ein grosses Gedränge um Jesus herum. Wie…
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Tune In 208
22. Februar 2017

Haben wir noch Humor? (2)

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Satire und Selbst-Ironie Was ist nach TUNE IN 207 noch zum Thema „Humor, Kunst und Glaube“ zu sagen? Sehr viel! Nehmen wir einmal eine Evangelien-Erzählung wie Lukas 8,40-56. Es geht dort um die blutflüssige Frau, die von Jesus geheilt wird. Und dann zum Schluss um die Auferweckung des Töchterchens von Jairus. Gibt es Humor in dieser ernsten Geschichte? Nehmen wir einmal Vers 43: „Und eine Frau hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren; die hatte alles, was sie zum Leben hatte, für die Ärzte aufgewandt und konnte von niemandem geheilt werden.“ Nun müssen wir daran erinnern,…
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Tune In 207
16. Februar 2017

Haben wir noch Humor?

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Siehe Video. In einer Welt, in der es nicht viel zu lachen gibt – darf es da humorvolle Kunst geben? Ist es uns Christen erlaubt oder vielleicht sogar aufgetragen, zu lachen und andere zum Lachen zu bringen? Dazu in diesem und im nächsten TUNE IN einige Gedanken in loser Reihenfolge: „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst“, schreibt Friedrich Schiller. Stimmt das? Tatsächlich ist heutige Kunst oft alles andere als heiter, sondern zuweilen eher düster und dunkel. Dies vielleicht aus Angst, oberflächlich zu werden und ins Triviale abzugleiten. Aber wo grosse Künstler nicht mehr leichte und…
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Tune In 206
11. Februar 2017

„Ihr habt nicht getanzt… ihr habt nicht geweint…“

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Wer die Gemälde von Pieter Brueghel d. Älteren betrachtet, auf denen biblische Szenen dargestellt sind, entdeckt etwas Merkwürdiges: Die biblischen Szenen stehen gar nicht im Zentrum des Geschehens. Sie sind eher eine Nebensache, denn der Alltag nimmt seinen gewohnten Gang. Oder das Geschehen ist ein willkommener Anlass zu allerhand Begegnungen, Geschäftemachereien oder Volksvergnügungen. Der britische Schriftsteller W.H. Auden (1907-1973), unter anderem bekannt durch seine Libretti für Igor Strawinsky (“The Rake’s Progress”) und für Hans Werner Henze (“Die Bassariden” und “Elegie für junge Liebende”), schrieb 1938 nach dem Besuch des Kunstmuseums Brüssel das Gedicht “Musée des Beaux Arts“. Er nimmt…
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Tune In 205
01. Februar 2017

Und was ist “prophetische Kunst?”

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Man hört immer wieder den Satz, dass Künstler die heutigen Propheten seien. Gemeint ist dabei: Künstler sind die wirklichen Propheten, die jene der Kirchen abgelöst haben. Wie antwortet man auf ein solch etwas zweifelhaftes Lob, in dem zugleich ein gewaltiger Anspruch steckt? Gut ist, wenn wir uns (auch im Anschluss an die beiden vorigen TUNE INs) fragen: Prophetie, was ist das eigentlich? In TUNE IN 203 wurde gesagt: Gottes „verborgener Wille“ ist uns grundsätzlich unzugänglich – anders als sein „offenbarter Wille“, wie er sich vor allem in den 10 Geboten äussert. Es ist gut, die beiden…
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Tune In 204
28. Januar 2017

Der “verborgene Wille” Gottes

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Die im letzten TUNE IN entfalteten Gedanken werfen Fragen auf: Wie erfahren wir Gottes Führungen und wie ordnen wir eigentlich prophetisches Reden ein, wo doch der Wille Gottes für unser Leben grundsätzlich verborgen ist? Dazu folgende Gedankenanstösse: 1. Das Neue Testament macht die wichtige Unterscheidung zwischen einem Knecht und einem Kind (Römer 8,15; Galater 4). Der Knecht ist Befehlsempfänger und hat keinen eigenen Willen. Ein Kind wird so erzogen, dass es den eigenen Willen entwickeln soll und „mündig“ wird. Gott determiniert uns nicht wie Roboter. Gerade ein Künstler erfährt sich hoffentlich nicht als eine willenlose Marionette irgendeiner…
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Tune In 203
19. Januar 2017

Der Wille Gottes: offenbart und verborgen

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Viele Christen stolpern über die Frage: “Was ist eigentlich Gottes Wille?” Sie versuchen, den Willen Gottes exakt zu erforschen und fürchten, Seine Führung irgendwie zu verpassen. Manche denken sogar, ihr Leben werde in einem völligen Desaster enden, sollten sie nicht richtig auf Gott hören. Auch gläubige Künstler sind gegen solche beunruhigenden Gedanken nicht immun. Diese stellen sich besonders dann ein, wenn sich der künstlerische Werdegang und die Karriere langsamer als bei den Kollegen entwickeln. Dann sind sie besonders anfällig für den Gedanken, sie hätten auf die eine oder andere Weise Gottes Unmut auf sich gezogen. Aus meiner Beobachtung…
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Tune In 202
11. Januar 2017

Das Erste zuerst: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“

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Wie man weiss, beginnt die Bibel mit den Worten: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“. Was als eine einfache Aussage daherkommt, kann sich für unser Verständnis von Kunst als sehr wichtig erweisen. Auf die komplexe Diskussion zum Thema Schöpfung und Evolution soll hier nicht eingegangen werden; dafür auf die Tatsache, dass die Bibel betont: Himmel und Erde haben denselben Ursprung und bilden somit einen Einheit. Daraus ergibt sich notwendig die Schlussfolgerung, dass die Erde dem Himmel nicht untergeordnet ist; denn beide haben ihren Ursprung in derselben göttlichen Weisheit – oder in der ewigen Torah (dem ewigen Gesetz),…
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Tune In 201
04. Januar 2017

Ein vielsagendes Bild zum Jahresbeginn

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Zum Jahresbeginn 2017 soll uns ein eindrückliches Bild (oben) zum Nachdenken einladen. Geschaffen hat es ein Maler, dessen beide Lebensdaten interessanterweise ebenfalls die Zahl 7 tragen: Sébastien Stoskopff (1597-1657) aus Strassburg. Wer in Kunstsammlungen auf Werke von Stoskopff trifft, dem mag es ergehen wie dem polnischen Lyriker Zbigniew Herbert (1924-1998): „Vor Jahren Das Bild schrieb…
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Tune In 200
26. Dezember 2016

Das unvergängliche Vermächtnis von Charles Schulz

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Linus Christmas Speech 1950 war ein Jahr, in dem in der populären Kunst-Szene einige bemerkenswerte Phänomene auftauchten. Um einige wenige zu nennen: Der König von Narnia von C.S.Lewis erschien; Cinderella, einer der besten Animationsfilme kam in die Kinos, und das Fernsehen wurde für den Mittelstand erschwinglich und ersetzte den Rundfunk als wichtigstes Massenmedium – auch bei uns zuhause. Zudem bekam ein unbekannter junger Kunstlehrer einen Vertrag für seinen Comic Strip L’il Folks, der bald in vielen Zeitungen quer durch die USA abgedruckt wurde. Ein Streit um den Namen L’il Folks (ein anderer Comic Strip hatte ähnlich geheissen)…
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Tune In 199
21. Dezember 2016

Eine wundervolle Weihnachtskantate von 1953

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Arthur Honeggers (1892-1955) Weihnachtskantate gehört zu den wundervollsten Vertonungen des Weihnachtsgeschehens aus neuerer Zeit. Es ist ein Werk aus der Mitte des 20.Jahrhunderts. Dies ist nicht nur an seiner musikalischen Sprache ablesbar, sondern auch am Weg, auf den der Komponist uns Zuhörer mitnimmt. Die Kantate beginnt mit düsteren Klängen zu den Worten „De profundis clamavi ad te, Domine“ – „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“. Dieser Klageruf aus Psalm 129 (bzw.130) liegt übrigens auch dem 2.Satz der 3. Symphonie („Liturgique“) zugrunde, die Honegger in den Kriegswirren von 1945 geschrieben hat. Die 2.Symphonie, geschrieben 1941…
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Tune In 198
13. Dezember 2016

Lebenskunst

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Wenn wir heute über Kunst sprechen, meinen wir Tanz und Musik, Film und visuelle Kunst, Literatur und Theater – und vielleicht auch angewandte Künste wie Architektur, Mode und Design. Dieses Verständnis von „Kunst“ ist verhältnismässig eng. Und vor allem ist es neu. Dies wird deutlich, wenn man die Geschichte bedenkt. Albrecht Dürer (1471-1528) verstand seine Kunst noch zu einem guten Teil als angewandte Geometrie. Der Philosoph Reimund B. Sdzuj schreibt: „Was man heute unter der Bezeichnung Kunst zusammenfasst und zum Beispiel von Johann Christoph Gottsched (1700-1766) eher beiläufig in der uns vertrauten Fünfzahl von Dichtkunst, Musik, Malerei, Baukunst und…
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Tune In 197
07. Dezember 2016

Der Segen der Kunst

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Wie wichtig Kunst ist, erfährt man in Ländern, wo diese rar ist. Bei unseren derzeitigen Afrika-Projekten sind wir Maria* begegnet. Sie wirkt in einem einwöchigen Chorprojekt mit, das wir seit 2 Jahren in Kigali durchführen. Ihre Lehrerin stellt nun dieses Jahr grosse Fortschritte in der Stimme von Maria fest. Und ihr lokaler Mentor fügt etwas Wichtiges hinzu: „Maria ist, seit sie im Chor singt, eine andere Person. Sie ist im Vergleich zu früher enorm aufgeweckt und übernimmt selber Verantwortung – zum Beispiel in der Kirche. Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen ihrer Freude am Singen und ihrer persönlichen Entwicklung.“ Thomas* ist…
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Tune In 196
01. Dezember 2016

Singt Gott in euren Herzen…

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Foto: Rwanda on the 28.11.2016 – choir project with “Music Road Rwanda” / Crescendo “Singet Gott dankbar in euren Herzen mit Psalmen, Hymnen und Liedern aus dem Geist.” (Kolosser 3:16) Dieser Vers wird oft zitiert, wenn es um die Bedeutung des Singens und der Kirchenmusik geht. Tatsächlich ist Singen in der Bibel wichtig. Das Verb kommt im Alten Testament 309 mal vor und im Neuen Testament 36 mal. Nur: Hier geht es gar nicht um das laute Singen, sondern um eine Herzensbewegung. Um etwas, was im Verborgenen geschieht. Liest man den Kolosserbrief, so findet man einige…
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Tune In 195
23. November 2016

Eine gesungene Paradoxologie

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Eine gesungene Doxologie Es ist kein Schreibfehler. Ich wage ein Wortspiel: Paradoxologie. Der Ausdruck ist einem Aphorismus entsprungen: “Dann soll, was uns am Glauben widersprüchlich erscheint, wenigstens zur Paradoxologie führen. Hauptsache, das Lob erklingt dennoch!” Paradox meint bekanntlich widersprüchlich. Und Doxologie meint Lob Gottes. Eine Paradoxologie wäre also ein “Gotteslob trotz allem.” Kennen wir das: Sobald das Leben schwierig wird, hören wir mit dem Gotteslob auf und lassen die Verse des Paulus: “Singet Gott dankbar in euren Herzen” (Kolosser 3,16) hinter uns? Es ist sicher gut, wenn wir um der Wahrhaftigkeit willen unsere Stimmungslage, Gefühle und Gedanken…
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Tune In 194
16. November 2016

Kunst im Dienst der Wahrheit

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Vor einigen Tagen starb hochbetagt die „grand old lady“ der österreichischen Literatur, Ilse Aichinger (1921-2016). Wobei es weder zur Person noch zur Schreibweise von Aichinger passt, sie als „grand“ zu bezeichnen. Sie übte sich in Bescheidenheit und ihre Texte (vorab Gedichte) waren eher subversiv. Subversiv wie „Maulwürfe“ – so ein Buchtitel ihres längst verstorbenen Mannes, des Schriftstellers Günter Eich (1907-1972). Auch der einzige Roman von Ilse Aichinger ist auf seine Weise subversiv: „Die grössere Hoffnung“. Er erschien im Jahr 1947, also zur sogenannten „Stunde Null“ der deutschen Nachkriegsliteratur. In dieser Stunde Null war der Schreibstil der Vorkriegszeit…
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Tune In 193
09. November 2016

Kunst und das “Schöne, Wahre und Gute”

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Unter dem Titel Kunst_Forum fand soeben eine Tagung statt, zu welcher der Schweizer Zeig des internationalen Künstler-Netzwerks ARTS+ eingeladen hatte. (ARTS+ ist ein Netzwerk von christlichen Kunst-Initiativen). Drei prominente Theologen sprachen über Kunst und traten mit den rund 100 anwesenden Künstlern in ein reges Gespräch. Der Theologe Dr. Wolfgang Bittner (*1947) sprach unter anderem von der Erfahrung, dass Kunstwerke auf besondere Weise anrühren und etwas vermitteln können, was das blosse Anschauen oder Lesen oder Anhören „übersteigt“. Das kann auch auf einem Spaziergang geschehen: Plötzlich stehen wir vor einer Landschaft, in der etwas Besonderes liegt – etwas, was…
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Tune In 192
01. November 2016

EIN KUNST-MANIFEST

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In diesen Tagen wird (in Partnerschaft mit Crescendo) eine neue christliche Bewegung lanciert, die unter Musikstudenten und Musikern in der populären Musik wirkt. Das junge Team von „Central Music“ (http://centralmusic.net) hat ein Manifest veröffentlicht, das die Buchstaben C-E-N-T-R-A-L aufnimmt und gute Gedankenanstösse gibt, die für Künstler aller Sparten bedenkenswert sind. Hier einige Auszüge: C MEINE IDENTITÄT IST IN CHRISTUS Im Himmel gibt es keine Carnegie Hall, keine Preisverleihungen und keine Charts. Deshalb sollte unsere Identität auch nicht in solchen Dingen gegründet sein. Wir sollten uns nicht…
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Tune In 191
26. Oktober 2016

Wo früher das Kreuz hing, hängt heute das Rauchverbot.

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Wir haben bewegte Wochen hinter uns im Leitungsteam der “Nacht des Glaubens. Festival für Kunst und Kirche”. Nach zweieinhalb Jahren intensiver Vorbereitung für unser nächstes Festival am 2.Juni 2017 haben wir erfahren, dass wir einem grossen Sportevent weichen müssen. Niemand hatte uns darauf aufmerksam gemacht oder versucht, den Sportanlass zu verschieben. Unser Team hat darauf aber mit Reife reagiert. Wir haben beschlossen, trotz unzähliger vergeblicher Arbeitsstunden und verlorenem Geld nicht polemisch zu werden, sondern das sachliche Gespräch mit den „Schuldigen“ zu suchen. Überraschenderweise hat nun aber die lokale und bald auch die nationale Presse das Thema aufgenommen und sich…
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Tune In 190
18. Oktober 2016

Sei freundlich zum Künstler in Dir!

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Gedanken von Rory Noland Es steckt ein Künstler in uns, der blühen und gedeihen möchte. Der wachsen will und der sich danach sehnt, sich auszudrücken. Manche von uns leben in Situationen, die Entfaltung erschweren – sei es, dass es in der Kirch-Gemeinde stagniert oder dass wir sonst zu wenig Ermutigung und Unterstützung erfahren. Manche sind in Verhaltensweisen aus der Kindheit gefangen oder quälen sich mit Selbstvorwürfen. Epheser 4,32sagt: „Seid freundlich und hilfsbereit zueinander und vergebt euch gegenseitig, was ihr einander angetan habt, so wie Gott euch durch Christus vergeben hat, was ihr ihm angetan habt.“ Das ist ein…
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Tune In 189
17. Oktober 2016

Lass mich sensibel sein für die Führung des Heiligen Geistes

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Gedanken von Franz Mohr, em. Chef-Konzerttechniker von Steinway & Sons Seit bald 30 Jahren Jahren verbindet uns bei „Crescendo“ eine intensive Freundschaft mit Franz Mohr (*1927), dem Klaviertechniker von Wladimir Horowitz, Arthur Rubinstein, Glenn Gould und vielen anderen grossen Pianisten. Diese Verbundenheit hat unter anderem Niederschlag gefunden in der Herausgabe von zwei Hörbuch-Boxen (à 4 CDs) auf Deutsch und Englisch sowie von drei deutschsprachigen Büchern. Franz Mohr gibt hier einen Einblick in sein Gebetsleben (zuerst als Interview publiziert in der Zeitschrift Crescendo Nr.66). Zum Crescendo-Shop mit Büchern von Franz Mohr: Hier klicken Es gibt…
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Tune In 188
05. Oktober 2016

Kunst und Heilung

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Der Kranke braucht den Arzt! In der Bibel finden wir viele Stellen, die zeigen: Den Kranken und Schwachen gilt Gottes besondere Zuwendung. „Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind“, steht im Psalm 34,19. Jesus illustriert die Nächstenliebe mit dem Samariter, der einen Verletzten pflegt. Das Gesundheitswesen unserer Gesellschaft und Initiativen wie das Rote Kreuz gehen sehr direkt auf das Evangelium zurück. Daneben finden wir Zeugnisse von „übernatürlichen“ Heilungen. Sie sind schon im Alten Testament bezeugt und gehören besonders zur Sendung des Messias. Jesus löst diese Verheissungen mit Vollmacht ein. Warum übernatürliche Heilungen? Warum sollen wir übernatürliche…
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Tune In 187
28. September 2016

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Die Kampin kappeli, die Kamppi Kapelle ist ein Ort der Stille inmitten von Helsinki in unmittelbarer Nähe eines Eingangszentrums. Es gibt keine Predigt, keine Bibelstunden, keine Musik. Dafür Stille – und im Vorraum das Angebot, mit einem Geistlichen oder einem Sozialarbeiter zu sprechen. Dahinter stehen die lutherische Kirche von Helsinki und die Sozialen Dienste der Stadt. Die Kapelle wurde von den Architekten Kimmo Lintula, Niko Sirola und Mikko Summanen gestaltet und 2012 eröffnet. Die Architektur ist äusserst schlicht. Licht fällt von oben in den Raum, der trichterförmig aus der Erde aufsteigt. Das vorherrschende Material ist Holz, dessen waagrechte Schichtung das…
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Tune In 186
21. September 2016

Kunst und Geduld

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Als ich Opernfach zu studieren begann, hoffte und träumte ich davon, Gott würde eines Tages mein Singen so brauchen, dass andere von Jesus erfahren könnten. Ich sah mich vor meinen inneren Augen im Konzertsaal und auf der Opernbühne stehen, von Gott singen und die gute Nachricht singend weitertragen. Ich hoffte, einmal ein „singender Evangelist“ zu sein. Allerdings: Je mehr ich meine Berufung lebte und auslotete, änderten und entwickelten sich die Dinge in eine andere Richtung als ursprünglich gedacht. Obwohl es mir gelang, meinem Publikum wunderschöne geistliche Musik zu bieten – in der Hoffnung, dass dabei viele durch die Gegenwart Gottes…
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Tune In 185
13. September 2016

Kunst und Geduld

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Makrothymia ist das griechische Wort für die Geduld Gottes: für Sein grosses „Herz“ und Seinen „langen Atem der Leidenschaft“ (s. TUNE IN 184). Gottes gütige Geduld begegnet uns in fast jedem Kapitel der Bibel – und auch in unserem eigenen Leben, wo wir sie annehmen und an uns wirken lassen. Dadurch erfahren wir selber eine „Herzerweiterung“. Paulus kann die Geduld deshalb zu den Früchten des Heiligen Geistes zählen (Galater 5,22) Auch die Geduld, die ein Künstler aufbringen muss, kann die Färbung der „Makrothymia“ annehmen. Wie wirkt sich dies aus? Man wird dann nicht etwa nachlässig oder…
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Tune In 184
08. September 2016

Wie geduldig sind wir?

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Geduld gehört zu den wichtigsten Eigenschaften, die sich ein Künstler aneignen muss. Wie viele tausende Stunden verbringen Musiker, Schauspieler oder Tänzer mit Auswendiglernen und Proben? Was für die interpretierenden Künste, die „performing arts“ gilt, lässt sich auch von den anderen Künsten sagen. Kreativitätsforscher sprechen von drei Phasen im künstlerischen Schaffensprozess: 1. Inspirationsphase 2. Elaborationsphase 3. Dritte Phase – Wechsel von Inspiration und Elaboration. Zumindest die zweite und dritte Phase erfordern Geduld. Eine Idee muss sorgfältig ausgeführt werden. Vieles wird dabei verworfen, und der Abfalleimer erweist sich dabei als…
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Tune In 183
31. August 2016

Tipps für dem Kampf im (Künstler-)Alltag – Phil. 1,27-30

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Nach dem “13. internationalen Crescendo Sommerinstitut” (25.Juli-8.August 2016) schrieb Ning Kam, die Violine unterrichtete, folgende Worte: „Das Institut war eine wirkliche Offenbarung und eine erfrischende Erfahrung. Es ist nicht immer der Fall, dass man zu einem Musikfestival geht und danach „frisch im Geist“ zurückkehrt. So genoss ich zum Beispiel die Kleingruppen-Treffen enorm… Ich habe allen gesagt, dass Crescendo auf erfrischende Weise anders ist als die gewöhnlichen „säkularen“ Meisterkurse. Denn während man dort meist schamlos Werbung in eigener Sache macht und die eigene Karriere verfolgt, konnte man bei Crescendo vom Tag eins an tiefe Gespräche führen, in denen deutlich…
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Tune In 182
24. August 2016

Die Umkehr des verlorenen Grossvaters

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Im TUNE IN 180 sind wir einigen Spuren nachgegangen, die die Geschichte vom verlorenen Sohn (Lukasevangelium Kap. 15) in der Kunst- und Musikgeschichte hinterlassen hat, und die im Leben eines jungen Mannes aus Thailand eine wunderbare Fortsetzung gefunden hat. Hier folgt ein weiteres Beispiel: Wer kennt nicht das berühmte Kinderbuch Heidi (1880)? Was wenigen Lesern bekannt ist: „Heidi“ von Johanna Spyri (1827-1901) ist eine Erzählung mit einer starken christlichen Botschaft – unter anderem mit der Botschaft vom „verlorenen Grossvater“, wie der Zürcher Theologieprofessor Ralph Kunz schreibt. In vielen Ausgaben und Verfilmungen von „Heidi“ wurde…
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Tune In 181
17. August 2016

Gebet für geistig Schaffende

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Nicht viele Theologen denken über Kunst nach. Und noch wenigere beten für Künstler. Nicht so der katholische Theologe Karl Rahner, aus dessen „Gebet für geistig Schaffende“ hier einige Ausschnitte folgen: Ewiger Gott, Schöpfer aller Menschen und aller Dinge, der unsichtbaren und der sichtbaren, Gott aller Geschichte, Herr und Ziel, Kraft und Licht aller Kultur, wir bringen heute unsere Fürbitte dar für alle Kulturschaffenden. Herr, wer betet schon für sie? Und doch wissen wir: Du willst ihr Ziel und ihre schöpferische Kraft, ihre Arbeit und ihr Werk. Denn Du willst den Menschen in der ganzen, immer neuen Entfaltung seines Wesens, …Du liebst den Menschen,…
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Tune In 180
10. August 2016

Von der hohen Kunst der Gleichnisse

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Choreography by Balanchine. Prodigal Son 4/4 Wenn wir nach Kunst in der Bibel fragen, nennen wir meist die Psalmen, die Sprüche oder dann Texte über den Bau der Stiftshütte oder des Tempels. Zu den herausragenden Kunstformen der Bibel gehören aber auch die Gleichnisse von Jesus. Wer möchte bestreiten, dass Jesus nicht ebenso wie ein grosser Künstler es fertig brachte, mit grosser Anschaulichkeit und obgleich weniger mit dichterischer Sprachgewalt, so doch mit einer eindringlichen Bildhaftigkeit seine Lehre weiterzugeben? Allerdings – beim Wort Lehre zucken wir Künstler zusammen. Kunst darf doch nicht “lehren“, sie darf nicht didaktisch sein und nicht…
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Tune In 179
20. Juli 2016

Amadeus: Im Griff der Bedürftigkeit

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Hast du schon den Film Amadeus gesehen? Man sollte ihn nicht als wahrheitsgetreue Verfilmung von Mozarts Leben betrachten. Aber der Film lehrt uns etwas, was für jeden Künstler von grundlegender Bedeutung ist. Der Film handelt von Antonio Salieri, dem Wiener Hofkomponisten aus Italien, der sowohl vom Volk als auch vom Kaiser für seine Kunst geliebt wird. Für den tiefgläubigen Salieri ist sein Erfolg der Lohn Gottes für seine Frömmigkeit. Doch da taucht plötzlich dieser Provinzling aus Salzburg auf, ein gewisser Wolfgang Amadeus Mozart. Zu seiner grossen Bestürzung muss muss Salieri schon bald feststellen, dass Mozart vom Publikum zum neuen…
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Tune In 178
13. Juli 2016

Kennst du deinen geistlichen Dienst?

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Gaben Künstler sind sich üblicherweise ihrer Stärken recht gut bewusst – sie wären sonst nicht zu dem geworden, was sie sind. Gleichzeitig müssen christliche Künstler im Blick auf ihr ‘Leben im Glauben’ darüber nachdenken, worin ihr “Dienst” besteht, um einen Ausdruck aus der Bibel zu gebrauchen. Talente sind Schöpfungsgaben – das bedeutet, dass jeder Mensch Talente hat, weil dies zur göttlichen Schöpfung gehört. Man muss kein Christ sein, um Talente zu haben; jeder hat Talente, da jeder zu Gottes Schöpfung gehört. Durch Üben, Lernen und Fleiss können aus diesen Talenten unglaubliche Fähigkeiten entstehen. Viele Künstler entwickeln ihre künstlerische Begabung so…
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Tune In 177
13. Juli 2016

Lieben bis es schmerzt

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„Und wenn dich jemand nötigt eine Meile zu gehen, so gehe mit ihm zwei…“ (Matthäus 5, 41) Zur Zeit von Jesus konnten die Römer einen Nichtrömer zwingen, eine Meile weit zu gehen, um den Weg zu zeigen. Oder um Gerätschaften zu tragen – wie Simon von Kyrene, der das Kreuz von Jesus schleppen musste (Matthäus 27,32). Und da sagt Jesus: Geh zwei Meilen! Was meinte er damit? Jesus appelliert an eine „innere Motivation“. An welche? Er verkündet bekanntlich das Reich Gottes. Darin gibt es keine äusseren Zwänge, sondern nur eine grosse innere Notwendigkeit: Liebe! “Du…
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Tune In 176
13. Juli 2016

Hatte Paulus ein psychisches Problem?

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1. Korinther 9, 16-23„Den Juden bin ich ein Jude geworden… den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden…“ Warum konnte Paulus solche Sätze sagen, die jeden Psychiater auf den Plan rufen müssten? Litt dieser Mann nicht einem massiven Persönlichkeitsverlust oder zumindest an einer Identitätskrise? Oder tauchte bei ihm vielleicht ganz massiv der sogenannte Chamäleon-Effekt auf, der viele dazu bringt, Gesten und Redeweisen anderer nachzuahmen? Sonst würde er doch nicht sagen: „Ich bin allen alles geworden…“!   In 1.Korinther 9 macht der Apostel deutlich, dass er dem Evangelium möglichst freie Bahn verschaffen will, indem er auf die…
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Tune In 175
20. Juni 2016

Ersatzspieler

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In fast jedem Fussballspiel kann man beobachten, dass Trainer irgendwann einige Spieler durch Ersatzspieler eintauschen. Meistens passiert das in der zweiten Hälfte des Spiels. Entweder sollen dadurch erschöpfte Spieler abgelöst oder die Spieltaktik verändert werden. Findet so ein der Wechsel statt, dann findet sich der Ersatzspieler in einem Spiel wieder, dass vor etwa einer Stunde ohne ihn begonnen hat. In dieser Zeit ist natürlich schon viel geschehen. Der neue Spieler muss das Spiel also nicht beginnen – er muss es nur zu einem guten Ende bringen – durch zusätzliche Tore oder durch das Halten des Resultats, wo das…
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Tune In 174
13. Juni 2016

Wenn Gottes Geist (auch heute noch) durch Musik wirkt…

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David spielt für Saul – eine Plastik des Bildhauers Alexander Zschokke (Standort: Elisabethenstrasse Basel) Samuel 16, 14-23 Nachdem David zum zukünftigen König gesalbt wurde, trieb es ihn wieder zurück in die Abgeschiedenheit. Er suchte nicht die „grosse Bühne“ (s. TUNE IN 172). Aber sein erster Auftritt kam schon bald: sein Auftritt als Musiker! Sein Publikum war von allerhöchstem Rang: Der König Saul. Dieser wurde von einem bösen Geist geplagt, und man rief daher nach einem Saitenspieler. Dies ist seltsam. Hier riefen die Männer Sauls nach einem Musiker wie man heute nach einem Psychiater oder nach einem Seelsorger ruft… Denn…
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Tune In 173
06. Juni 2016

Wenn Gott die Inspiration wegnimmt und wieder schenkt.

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Erfahrungen des Rappers JMI Aufwachen, Musik hören… Frühstücken, Musik hören. Arbeiten, Musik hören. Nach Hause kommen, Musik hören. Das war mein Leben als Lehrling. 80 000 Songs nannte ich mein eigen. Jede Minute füllte ich mit Musik. Entweder ich hörte sie, oder ich machte sie selbst.Jeden Tag schrieb ich meine Rhymes (Raptexte), war gerade dabei, mein erstes Album zu produzieren, gab immer mehr Konzerte. JMI, das war nicht nur die Abkürzung meines Künstlernamens Jay Miller. Rückblickend betrachtet, könnte sie auch für «Janic, Myself and I» (Ich, ich und nochmals ich) gestanden haben. Musik war für mich alles, und deshalb war…
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Tune In 172
31. Mai 2016

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der HERR aber sieht das Herz an.

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Im TUNE 171 Mal haben wir Samuel 16 auf die Künstler und auf die Frage nach dem Erfolg bezogen. Der Prophet Samuel soll unter den Söhnen Isais den König Israels auswählen. Da ist einer schöner und kräftiger als der Andere…David aber wird von den Schafen weggeholt und macht auf den ersten Blick keinen grossen Eindruck. Aber Gott sieht sein Herz – und das ist entscheidend! Was will uns dieser Satz in 1.Samuel 16,7 sagen? Mit wem tun wir uns zusammen? Auch wir müssen oft entscheiden: Mit welchen Menschen tun wir uns zusammen? Mit welchen Freunden verbringen wir die meiste Zeit?…
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Tune In 171
25. Mai 2016

Wann habe ich endlich Erfolg?

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Es wäre eigenartig, wenn Künstler sich nicht fragen würden: „Habe ich Erfolg?“ – „Schätzt man meine Kunst?“ Die Frage kann sich auch zuspitzen: „Wann endlich entdeckt man mich?“ – „Ich bin so gut. Niemand erkennt mein riesiges Talent. Was muss ich tun, damit man mich entdeckt?“ Die Linie zwischen gesundem und ungesundem Erfolgsstreben ist dünn. Manchmal merken wir: „Jetzt habe ich die Linie überschritten. Jetzt geht es mir nicht mehr um die Liebe zur Kunst und um die Liebe zu anderen Menschen – und wohl auch nicht mehr um das „Soli Deo Gloria“. Jetzt geht es mir vor allem um…
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Tune In 170
16. Mai 2016

‘Wir alle hören sie in unserer eigenen Muttersprache reden’

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Vor einigen Jahren hatte ich das Vorrecht, mit einem niederländischen Chefdiplomaten einen Lunch zu essen. Auf meine Frage, was die erste Vorbedingung für eine Diplomatenkarriere wäre, meinte er ohne zu zögern: “Man muss viele Sprachen lernen.” Er erklärte mir, dass sich die meisten Menschen viel ungezwungener benehmen, wenn sie sich in ihrer eigenen Sprache unterhalten können. Denn der Stress, ihre Gedanken und Anliegen in einer fremden Sprache auszudrücken, falle damit weg. Oft könne gerade dies der erste Schritt zur Bewältigung eines Konflikts und der Anfang eines Dialogs und einer Zusammenarbeit sein. Erinnern wir uns daran, was mit den…
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